Wie schützt man Knie und Sehnen beim Hochsprung?
Im Hochsprung werden Knie und Sehnen stark beansprucht. Die Abfolge von Anlauf, Absprung, wiederholten Sprüngen und der Rückkehr ins Training belastet insbesondere die Patellasehne, die im Sprungsport häufig mit einer Sehnenentzündung einhergeht. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, ist das Ziel einfach: Das Gelenk vorbereiten, die Belastung dosieren und frühzeitig reagieren, sobald die ersten Warnsignale auftreten.
Mit einem wirklich nützlichen Aufwärmen beginnen
Der erste Schutz ist ein progressives Aufwärmen. Vor einer Hochsprung-Einheit ist am nützlichsten ein aktives Aufwärmen, gefolgt von dynamischer Mobilisation und dann Übungen, die der sportlichen Bewegung ähneln.
Konkret kannst du den Beginn deines Trainings wie folgt gestalten:
- Einige Minuten, um die Körpertemperatur schrittweise zu erhöhen
- Dynamische Mobilisation für Knöchel, Hüften und Knie
- Gleichgewichts- und Stabilitätsübungen
- Spezifische Bewegungen vor intensiveren Sprüngen
Für Knie und Sehnen ist diese Logik sehr wichtig. Ein wärmerer, mobilerer und besser aktivierter Körper verkraftet den Impuls und die Landungen in der Regel besser.
Knöchel und Hüfte einen echten Stellenwert einräumen
Beim Springen konzentriert man sich oft nur auf das Knie. In der Praxis spielen Knöchel und Hüfte aber auch eine wichtige Rolle dabei, wie die Kräfte im Bein nach oben geleitet werden.
Im Hochsprung verdienen zwei Punkte regelmäßige Aufmerksamkeit:
Die Beweglichkeit des Sprunggelenks
Ein steifes Sprunggelenk kann die Mechanik der Abstützung verändern. Eine gute Beweglichkeit, insbesondere in der Sprunggelenksbeugung, hilft, die Last besser zu absorbieren und umzuverteilen.
Die Hüftkontrolle
Eine stabile Hüfte hilft, eine bessere Ausrichtung bei einseitigen Belastungen beizubehalten, die im Hochsprung sehr häufig vorkommen. Das ist besonders nützlich in den Anlauf- und Absprungphasen sowie bei allen vorbereitenden Arbeiten.
Stärken, bevor man Sprünge anhäuft
Sehnen lieben Progression. Sie tolerieren Belastung besser, wenn sie durch regelmäßiges Krafttraining vorbereitet wurden, als durch eine plötzliche Anhäufung explosiver Trainingseinheiten.
Die nützliche Arbeit rund um das Knie umfasst oft:
- Gut kontrollierte einseitige Kniebeugen
- Zehenspitzenstand
- Krafttraining für die Waden
- Stärkung der Gesäßmuskulatur
- Gleichgewichts- und Stabilitätsübungen
Die Idee ist nicht, ständig "mehr" zu machen. Die Idee ist, Muskeln und Sehnen eine höhere Fähigkeit zu verleihen, die Belastungen des Sprungs zu absorbieren.
Die Qualität der Landungen verbessern
Beim Hochsprung denkt man viel an den Absprung. Die Landung verdient aber genauso viel Aufmerksamkeit. Eine besser kontrollierte Landung hilft, die Kräfte besser zu verteilen und unnötige Belastungen der Patellasehne und des gesamten Knies zu begrenzen.
Einige nützliche Anhaltspunkte:
- Eine kontrollierte Landung anstreben
- Unsaubere oder zu "harte" Landungen vermeiden
- Eine gute Kniekontrolle in Achse zum Fuß beibehalten
- Technische Arbeit außerhalb des vollständigen Sprungs, an einfacheren Versionen, integrieren
Je sauberer die Bewegung, desto besser wird die Last verteilt.
Die Belastung Woche für Woche steuern
Der Schutz von Knien und Sehnen hängt auch von der Trainingsorganisation ab. Viele Schmerzen entstehen weniger durch einen einzelnen Sprung als durch eine schlecht dosierte Kumulation.
Die solidesten Reflexe sind oft die einfachsten:
- Die Belastung schrittweise erhöhen
- Vermeiden, mehrere harte Trainingseinheiten ohne Erholung zu stapeln
- Mindestens einen echten Ruhetag pro Woche einplanen
- Leichtere Tage vorsehen
- Perioden überwachen, in denen das Sprungvolumen schnell ansteigt
Wenn die Belastung zu schnell ansteigt, erinnern die Sehnen oft recht schnell daran.
Wärmesalbe in der Vorbereitungs- und Erholungsroutine
Vor der Trainingseinheit kann eine Wärmesalbe als Komfortgeste in die Vorbereitungsroutine aufgenommen werden, direkt vor der Mobilisierung und Aktivierung. Sie kann interessant sein, wenn Knie, Sehnen oder Muskeln um das Gelenk zu Beginn ein Gefühl von Steifigkeit vermitteln. Das Gefühl lokaler Wärme begleitet dann den Start und lässt sich leicht in ein progressives Aufwärmen integrieren.
Nach dem Training kann sie auch in der Erholungsroutine verwendet werden, als Massage auf den Bereichen, die während der Sprünge am stärksten beansprucht wurden. Diese Anwendung sorgt für ein angenehmes Wärmegefühl, das die Muskelentspannung begleitet und den Erholungsmoment nach dem Training verlängert.
Frühzeitig Warnsignale erkennen
Der richtige Reflex ist, Schmerzen, die wiederkehren, nicht zu ignorieren. Schmerzen an der Vorderseite des Knies, unterhalb der Kniescheibe, die bei Sprüngen, Kniebeugen oder explosiven Stößen zunehmen, sollten ernst genommen werden.
Einige Anzeichen, auf die man achten sollte:
- Lokalisierter Schmerz unterhalb der Kniescheibe
- Beschwerden, die bei jeder Sprungeinheit wiederkehren
- Stärkere Schmerzen am nächsten Tag oder nach einer Belastungserhöhung
- Gefühl, dass die Sehne bereits beim Aufwärmen „zieht“
- Verminderte Toleranz bei Impulsen
In diesem Fall ist es oft am nützlichsten, die Belastung vorübergehend zu reduzieren, eine angepasste Aktivität beizubehalten und bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt oder Sportphysiotherapeuten zu konsultieren.
Fazit
Im Hochsprung erfordert der Schutz von Knien und Sehnen vor allem eine gute Vorbereitung vor den Sprüngen. Ein gutes Aufwärmen, eine gestärkte Sehne, eine gut gemanagte Belastung und eine saubere Technik bilden die solideste Grundlage.
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